Die Comtessa

Die widerspenstige Braut

Südfrankreich in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Der mächtige Graf von Toulouse will die Erbin Ermengarda zur Ehe zwingen und so das reiche Narbonne in seine Gewalt bringen. Doch die blutjunge Waise, sonst so gutherzig und umgänglich, widersetzt sich ihm und dem Ehrgeiz der Stiefmutter la Bela:

La Bela sprang auf. „Du wirst dich fügen“, schrie sie aufgebracht. „Du bist mein Mündel und tust, was ich dir sage!“

Aber Ermengarda trat keinen Schritt zurück. Wie zwei Rachegöttinnen standen sie einander gegenüber. „Ich allein bin Narbona und niemand anders!“, brüllte das Mädchen mit unerwarteter Entschlossenheit zurück. „Du dagegen bist nur die Kebse meines Vaters. Ich lasse nicht zu, dass du sein Erbe verspielst!“

Nicht nur, dass Ermengarda sich gegen den Grafen von Toulouse zur Wehr setzen muss, ihre eigene Stiefmutter wird zur bittersten Feindin.

Doemer Knaur sagt:

"Ermengarda von Narbonne: eine vergessene Figur der Geschichte, die Ulf Schiewe zum Leben erweckt. Opulent und spannend."
"Für die Leser von Ken Follet, Rebecca Gablé und Tanja Kinkel."



TroubadourZur Zeit der Troubadoure
Der Roman versetzt uns in das provenzalische 12. Jahrhundert. Obwohl keine Fortsetzung des „Bastard von Tolosa“ so spielt er doch nur wenige Jahre später in der gleichen Region, und einige der Personen aus dem ersten Buch finden sich hier wieder.

Die Hauptfigur ist die Vizegräfin Ermengarda von Narbonne, eine heute leider nur wenig bekannte historische Persönlichkeit, die hochgeachtet, wie ihre große Zeitgenössin Eleonore von Aquitanien, als Frau ihr reiches Narbonne 50 Jahre lang allein beherrschte und nicht nur eine vielbesungene Schönheit sondern auch eine große Förderin der Kunst der Troubadoure war. Im zarten Alter von 15 war sie für die Großen des Landes jedoch nichts weiter als eine unmündige Figur auf dem Schachbrett der Macht, und es war keineswegs gesichert, ob sie ihr Erbe jemals würde antreten können. Wie es ihr dennoch gegen alle Widerstände gelang, erzählt diese Geschichte.


Kampf um Narbonne
Toulouse und Barcelona ringen um die Vorherrschaft im Süden Frankreichs. Dabei hält Alfons von Toulouse das reiche Narbonne  besetzt.

Als seine erste Frau stirbt, will er seine Oberherrschaft durch Heirat rechtlich abzusichern. Der Erzbischof fädelt die Zwangsehe mit der jungen Erbin ein. Die Stiefmutter, die selbst Ambitionen hat, stimmt aus eigenen Gründen zu.

Doch Ermengarda weigert sich und entzieht sich der ungewollten Ehe durch Flucht mit Hilfe ihrer jungen Gefährten, die sich ihr auf Leben und Tod verschworen haben. Und in der Wildnis, wo sie sich verstecken, entdeckt Ermengarda ihre Liebe zu Arnaut.

Das Ringen um Narbonne ist die Geschichte einer Handvoll junger Menschen, die sich gegen die Mächtigen auflehnen. Doch die wachsende Rivalität zwischen Arnaut und Felipe bedroht den Zusammen- halt ihrer Gemeinschaft.

Verfolgung, Not und Gefahr, aber vor allem der bittere Verrat in der eigenen Familie lassen Ermen- garda schnell zur machtbewussten Comtessa heranreifen, die alles daransetzt, ihre Feinde zu vertreiben.

Ermengarda, ein junges Mädchen auf der Schwelle zur Frau, aufge- weckt aber noch unerfahren, findet in Not und Verfolgung und im Widerstand gegen die Mächtigen ihre innere Stärke.

Ermessenda la Bela, die Stiefmutter, verführerisch, eitel, ehrgeizig und machtbewusst, gewohnt, ihren Willen durchzu- setzen. Wie weit wird sie gehen?

Alfons de Toulouse, für den Narbonne von strategischer Bedeutung ist. Nichts ist ihm zu schade, um in den Besitz der Stadt zu gelangen.

Arnaut de Montalban,  unge- stümer, junger Ritter auf der Suche nach Abenteuer, wovon er dann mehr bekommt, als ihm lieb ist.

Felipe de Menerba, Fürstensohn und der Zweiter im Bund der jungen Männer, die Ermengardas Flucht vorbereiten.

Im Weiteren der intrigante Erzbischof Leveson, der kluge Mönch Aimar und Peire Rogier, ein verarmter Gaukler und Troubadour.

 

Zur Leseprobe