Der Bastard von Tolosa
Die Heimkehr eines Kreuzritters
Was waren das für Männer, die alles zurückließen, sich tief verschuldeten, nur um sich auszurüsten und dann ans andere Ende der Welt in einen fast sicheren Tod zu ziehen?
Jaufré Montalban hat überlebt, aber die Heimkehr nach 14 Jahren Krieg im Heiligen Land stellt ihn vor unerwartete Herausforderungen. Es beginnt damit, dass sein Eheweib, die ihn für tot gehalten hat, wenig Begeisterung über seine Rückkehr zeigt:
| „Es kommt der Tag“, sprach
Berta leise, „da wird man es müde, zu warten und zu hoffen. Man findet
sich am Ende mit dem Tod ab, denn der Tod ist barmherziger als diese
quälende Ungewissheit.“ Die nächsten Worte spie sie mir förmlich ins Gesicht. „Ein Mann, dem die eigenen Söhne gleichgültig sind, der es nicht für nötig hält, ein Lebenszeichen zu senden. Ein Kerl, der mit einer Hure lebt und Bastarde zeugt, anstatt zu seiner familia zurückzukehren. Besser, du wärest tot geblieben, Jaufré! In deinem verfluchten Outremer. Tot und begraben!“ |
Was Rezensenten sagen:
"Was Ulf Schiewe mit diesem Erstlingswerk geschaffen hat, steht den historischen Romanen bekannter Autoren wie Ken Follett, Rebecca Gablé oder auch Noah Gordon um nichts nach."
"Ulf Schiewe hat eine sehr geradlinige, erfrischende Art zu schreiben, die einen in die Geschichte versinken lässt. Ein wunderbares, bildgewaltiges Buch und ein Plädoyer für Toleranz unter den Menschen, das ich uneingeschränkt empfehlen kann."
"Ein grandioses Erstlingswerk, dem hoffentlich bald ein nächstes folgen wird."
Lesen Sie selbst die vielen Amazon-Rezensionen.
Es
spielt in den Nachwehen des Ersten Kreuzzugs, elf Jahre nach der
Eroberung Jerusalems. Outremer, wie die neuen
Kreuzfahrerstaaten
genannt werden, ist kaum befriedet. Überfälle und zermürbende
Scharmützel sind an der Tagesordnung. Türken, Araber, Juden und
Christen. Die westlichen Ritter wissen nicht, wem sie trauen können.Jaufré de Montalban ist Lehnsmann der Grafen von Toulouse und Kastellan der Festung Mons Pelegrinus zu Tripolis. Nach den vielen Jahren, den Schlachten, Greuel und Entbehrungen hat er genug von Krieg und Gewalt. Als seine langjährige Geliebte bei einem Überfall ums Leben kommt, hält ihn nichts mehr in der Fremde. Mit Hamid, seinem Freund, und Adela, seiner jungen, unehelichen Tochter, macht er sich auf den Weg.
| Die Heimkehr Vierzehn lange Jahre war er fort, hatte sich keinen Deut um die Seinen daheim gekümmert. Man hielt ihn für tot, aber nun ist er wieder da, zu aller Erstaunen in Begleitung eines Sarazenen und einer Bastardtochter. Seine Burg, sein Dorf, alles ist vertraut und doch verändert, am meisten er selbst. Seine Söhne sind herangewachsen und kennen ihn nicht. Sein angetrautes Eheweib von einst will nichts mehr von ihm wissen. Dass ihn dies mehr schmerzt, als es sollte, verwirrt ihn. Er sieht sie mit anderen Augen, wie überhaupt so Manches. Er, der sein Schwert an den Nagel hängen und endlich Ruhe finden will, wird stattdessen in eine mörderische Intrige gezogen, deren Ursprung, ohne es zu ahnen, er selbst ist. Und während Jaufré eine späte Leidenschaft für seine Frau entwickelt, zieht ein Sturm herauf, der ihn, seine Sippe, ja sein ganzes Dorf zu vernichten droht. |
Jaufré de Montalban,
Veteran und unverwüstlicher Haudegen. In Wahrheit aber plagen
ihn
Kriegs- erinnerungen und Albträume. Er ist feinfühliger und
nachdenklicher als er sich gibt. Berta, seine Frau. Eine erzwungene, ungewollte Ehe. Inzwischen ist aus dem scheuen Mädchen, das er einst verließ, eine selbstbewusste Burgherrin geworden. Hamid, sein langjähriger Kampf- gefährte, den das Schicksal auf die Seite der Christen geschlagen hat. Er ist Jaufrés Alter Ego und Gewissen. Und dann die Gegenspieler: Robert de Borcelencs, ein ehrgeiziger Kleinfürst, der ihm Frau und Burg nehmen will. Ricard de Peyregoux, der einen unverständlichen Hass auf Jaufré hat. Bald wird klar, es geht weder um Berta noch um die Burg, sondern um das Erbe der Grafen von Toulouse, zu dem seltsamerweise nur Jaufré den Schlüssel zu besitzen scheint. |

